Künstliche Intelligenz direkt in Maschinen, Kamerasystemen oder
dezentralen Anlagen ausführen: Der PicoSYS 3024 stellt dafür eine
kompakte und lüfterlose Plattform mit NVIDIA Jetson Orin Nano
bereit. Der Edge AI Embedded PC verarbeitet Bild-, Video- und
Sensordaten unmittelbar am Einsatzort. Dadurch lassen sich
KI-gestützte Entscheidungen mit kurzen Reaktionszeiten treffen,
ohne sämtliche Daten dauerhaft an eine Cloud oder ein zentrales
Rechensystem übertragen zu müssen.
Das Jetson Orin Nano Modul kombiniert einen Arm Cortex-A78AE
Prozessor mit 8 GB LPDDR5 sowie einer NVIDIA Ampere GPU mit 1.024
CUDA Cores und 32 Tensor Cores. Im unterstützten Super Mode
erreicht die Plattform laut NVIDIA eine maximale KI-Rechenleistung
von bis zu 67 INT8 TOPS bei entsprechend optimierten,
sparsifizierten Modellen. Damit bietet der KI Box PC eine
leistungsfähige Grundlage für Objekterkennung, Bildklassifizierung,
Segmentierung, optische Qualitätskontrolle und andere Verfahren der
industriellen Bildverarbeitung. Die praktisch erreichbare Leistung
hängt vom verwendeten KI-Modell, der Software, der Datenmenge und
der gewählten Konfiguration ab.
Die 8 GB Speicherausstattung ermöglicht den Einsatz umfangreicherer
neuronaler Netze und unterstützt Anwendungen mit höheren
Bildauflösungen oder mehreren Verarbeitungsschritten. Eine 128 GB
SSD bietet Platz für Betriebssystem, Entwicklungsumgebung,
Anwendungen und Modelldaten. Linux und NVIDIA JetPack 6.2 bilden
die Softwarebasis. CUDA, TensorRT und weitere NVIDIA Bibliotheken
unterstützen die Optimierung und Bereitstellung von KI-Modellen auf
dem Edge AI Computer.
Die ARM-basierte Architektur ist gezielt auf energieeffiziente
KI-Inferenz ausgerichtet. Klassische x86-Anwendungen lassen sich
auf diesem Embedded PC nicht nativ ausführen. Ein direkter
Leistungsvergleich mit einem Core-i7-System hängt daher immer von
der konkreten Aufgabe ab. Bei passend optimierten KI-Workloads kann
die GPU-beschleunigte Verarbeitung je nach Modell und Software ein
Mehrfaches einer rein CPU-basierten Inferenz erreichen.
Gigabit-LAN ermöglicht die Einbindung in Maschinen-, Produktions-
oder Unternehmensnetzwerke. Für Kameras, Sensoren und weitere
Peripheriegeräte stehen zwei USB-3.2-Gen-2-Anschlüsse zur
Verfügung. HDMI erlaubt die Anbindung eines Displays, während ein
zusätzlicher USB-2.0-Port mit Type-C-Recovery-Funktion die Wartung
und Wiederherstellung des Systems unterstützt. WLAN ist optional
erhältlich.
Mit Abmessungen von 130 × 82 × 49 Millimetern lässt sich der
lüfterlose Box PC auch in Anlagen mit begrenztem Einbauraum
integrieren. Das IP40-Gehäuse ist für Betriebstemperaturen von -25
bis +50 Grad Celsius spezifiziert und wird per Wallmount befestigt.
Die Stromversorgung erfolgt über das mitgelieferte externe
60-Watt-Netzteil bei einer Eingangsspannung von 9 bis 24 Volt
DC.
Typische Einsatzgebiete des industriellen Boxed PC sind Machine
Vision, intelligente Kamerasysteme, automatisierte Sichtprüfungen,
Robotik, Maschinenüberwachung, Edge-Gateways und KI-gestützte
Automatisierung. Projektspezifische Anpassungen können durch die
ICO Innovative Computer GmbH bereits bei kleineren Stückzahlen in
der hauseigenen Fertigung umgesetzt werden.
ARBOR AEC-2000-08 R1.0